Die Olympischen Spiele der Antike und der Neuzeit
Die olympischen Spiele muss man unterteilen in die Olympischen Spiele der Antike und in die Olympischen Spiele der Neuzeit.
Es wird vermutet, dass der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike bis ins 2. Jahrtausend vor Christus zurück. Es gibt noch Siegerlisten aus dem Jahr 776 vor Christus, welche im 4. Jahrhundert v. Christus rekonstruiert wurden. Der Name leitet sich vom Austragungsort der Spiele ab. Sie fanden in Olympia, auf der Halbinsel Peloponnes, statt. Der Begriff Olympiade hingegen, bezeichnet nicht das Ereignis, sondern die Zeitspanne von vier Jahren, welche zwischen dem Beginn zweier Olympischer Spiele verging. Die Olympischen Spiele waren ein Teil der panhellenischen Spiele. Dazu gehörten die Pythischen Spiele in Delphi, die Nemëischen Spiele in Nemea und die Isthmischen Spiele auf dem Isthmus von Korinth.
Ursprünglich bestanden die Spiele nur aus einem Stadionlauf über 192,24 Meter. Man sollte diese Spiele aber nicht heutigen Sportveranstaltungen gleichsetzen. Vielmehr handelte es sich um religiöse Feste, welche zu Ehren des Zeus und des Pelops stattfanden.
Zum Ende ihres Bestehend umfaßten die Olympischen Spiele 18 Sportarten aus den Disziplinen Leichtathletik, Schwerathletik, Fünfkampf und Reiten. Eine ebensolche Bedeutung hatten die musischen Wettkämpfe, und vorallem die religiöse Komponente stand im Vordergrund. Die Olympischen Spiele der Antike fanden im Jahr 393 nach Christus ihr Ende. Zu diesem Zeitpunkt verbot der römische Kaiser Theodosius I. alle heidnischen Zeremonien, im von Rom besetzten Griechenland.
Vom 16. bis 23. Juni 1894 fand an der Pariser Sorbonne der erste Olympische Kongress statt. Auf diesem wurde von den Teilnehmern beschlossen, dass Athen der Austragungsort der ersten Olympischen Spiel der Neuzeit im Jahre 1896 sein sollte. Der Franzose de Coubertin erfand das Rotationsprinzip der Spiele. Das heißt, dass alle vier Jahre die Olympischen Spiele an einem anderen Ort stattfinden sollten.
Nachdem zu den ersten Olympischen Spielen etwa 250 Wettkämpfer aus 14 Nationen teilnahmen, steigerte sich das Interesse an den Spielen ständig. Trotz der Organisationsschwächen der Spiele 1900 in Paris und 1904 in St. Louis, hielt sich die olympische Idee am Leben, und sollte anschließend zu den größten sportlichen Ereignissen der welt werden.
Als weiterer Meilenstein ist die Veranstaltung von Olympischen Winterspielen zu nennen, welche 1924 in Chamonix zum ersten Mal stattfanden. Seit 1994 haben die Winterspiele einen eigenen Rhythmus, alle zwei Jahre nach den Sommerspielen.
Im Jahr 1960 fanden zum ersten Mal die Paralympischen Spiele der körperbehinderten Sportler statt.